Minijob in der Elternzeit 2027: Was bedeuten 633 Euro fürs Elterngeld?
Kurz gefasst
Ab Januar 2027 liegt die Minijobgrenze bei 633 Euro im Monat. Wer gleichzeitig Elterngeld bezieht, muss den Verdienst grundsätzlich angeben. Zwei Beispiele zeigen, worauf es bei Stundenlohn, Arbeitsbeginn und den Lebensmonaten deines Kindes ankommt.
Wie viele Stunden passen zu deinem Lohn?
Gib den vereinbarten Bruttostundenlohn ein. Der Rechner verteilt 633 Euro auf bezahlte Stunden und rundet auf volle Minuten ab. Er gilt für einen einzelnen Minijob ohne weitere anrechenbare Zahlungen.
Das Ergebnis zeigt nur den zeitlichen Spielraum innerhalb der Verdienstgrenze. Die Höhe deines Elterngeldes hängt von weiteren Angaben ab.
Stand 3. November 2026. Grundlage: Minijob-Zentrale zur Grenze für 2027.Stand 3. November 2026 · Deutschland. Dein Arbeitgeber bietet dir ab Januar eine Schicht pro Woche an. Ob das für dich passt, hängt an zwei Fragen: Bleibt dein Verdienst innerhalb der Minijobgrenze? Und bekommst du in den Monaten, in denen du arbeitest, noch Elterngeld?
Wie viel darf ich 2027 im Minijob verdienen?
Ab 1. Januar 2027 liegt die Grenze bei durchschnittlich 633 Euro brutto im Monat. 2026 sind es 603 Euro. Bei einer durchgehenden Beschäftigung über zwölf Monate entsprechen 633 Euro einem regelmäßigen Jahresverdienst von 7.596 Euro. Dein Arbeitgeber prüft den voraussichtlichen Verdienst. Regelmäßig zu erwartende Sonderzahlungen wie vereinbartes Weihnachtsgeld können mitzählen.
Die Grenze sagt dir, wie der Job sozialversicherungsrechtlich eingestuft wird. Für das Elterngeld gilt eine andere Rechnung: Auch wenn du unter 633 Euro bleibst, zählt dein Arbeitsverdienst grundsätzlich als Einkommen.
Wie viele Stunden passen in die 633 Euro?
Das hängt vom vereinbarten Bruttostundenlohn ab. Bei 15 Euro pro Stunde ergeben 40 bezahlte Stunden im Monat 600 Euro. Mit drei zusätzlichen Stunden wären es 645 Euro. Ob eine einzelne stärkere Schichtwoche den Minijob verändert, lässt sich erst mit dem regelmäßig erwarteten Gesamtverdienst beurteilen.
Bei 18 Euro pro Stunde ergeben 35 Stunden 630 Euro. Beide Beispiele setzen voraus, dass keine weiteren anrechenbaren Zahlungen hinzukommen. Der gesetzliche Mindestlohn beträgt 2027 grundsätzlich 14,60 Euro je Stunde.
Was passiert, wenn ich während des Elterngeldbezugs arbeite?
Beispiel Mira: Mira bezieht Basiselterngeld und übernimmt im Laden vier Schichten im Monat. Für je fünf Stunden zu 15 Euro verdient sie 300 Euro brutto. Sie meldet der Elterngeldstelle den Arbeitsbeginn, ihre Stunden und den erwarteten Verdienst. Die Stelle berücksichtigt das Einkommen bei der Berechnung. Die 300 Euro werden nicht einfach eins zu eins vom Elterngeld abgezogen.
Vereinfacht kommt es beim einkommensabhängigen Elterngeld darauf an, wie viel Erwerbseinkommen durch die Betreuung wegfällt. Die Stelle verwendet dafür ihre gesetzlichen Rechenregeln. Beim Minijob können Werbungskosten berücksichtigt werden. Wie hoch deine Zahlung ausfällt, hängt unter anderem von deinem Einkommen vor der Geburt und von der Bezugsart ab. Für Basiselterngeld gilt nach heutigem Recht grundsätzlich ein Mindestbetrag von 300 Euro, für ElterngeldPlus von 150 Euro.
Schau vor dem ersten Arbeitstag in deinen Bescheid. Elterngeld läuft nach Lebensmonaten deines Kindes. Bei einem Geburtstag am 8. reicht ein Lebensmonat vom 8. bis zum 7. des Folgemonats. Halte deine Abrechnungen bereit. Wurde deine Leistung vorläufig berechnet, kann die endgültige Prüfung zu einer Nachzahlung oder Rückforderung führen.
Was gilt, wenn mein Elterngeld schon beendet ist?
Beispiel Deniz: Deniz bleibt noch bis Juni in Elternzeit. Sein letzter Lebensmonat mit Elterngeld endet am 7. Januar. Erst am 8. Januar nimmt er seinen Minijob auf. Verdient er den Lohn ausschließlich in der anschließenden Zeit, überschneidet sich die Beschäftigung in diesem Beispiel mit keinem seiner Bezugsmonate. Er kann also in Elternzeit sein und arbeiten, obwohl sein Elterngeld bereits ausgelaufen ist.
Vergleiche das genaue Ende deines Bezugs mit dem ersten Arbeitstag. Wenn du auch später wieder ElterngeldPlus beziehen willst, nimm diese Lebensmonate in deine Planung auf. Unsere Übersicht zur Elterngeld-Reform 2027 erklärt, welche Änderungen bislang nur vorgeschlagen sind.
Was kläre ich mit meinem Arbeitgeber?
Vereinbare Arbeitszeit und Aufgaben mit deinem Arbeitgeber. Möchtest du während der Elternzeit für einen anderen Betrieb arbeiten, brauchst du grundsätzlich die Zustimmung deines bisherigen Arbeitgebers. Beschreibe dafür die Tätigkeit und den geplanten Stundenumfang. Für Eltern eines ab September 2021 geborenen Kindes gilt während der Elternzeit eine Obergrenze von 32 Wochenstunden im Monatsdurchschnitt. Dabei zählen die Stunden aus allen Tätigkeiten zusammen.
Für das Gespräch reichen zunächst drei Angaben: dein Bruttostundenlohn, die geplanten Monatsstunden und der Starttag. Mit der Lohnbuchhaltung klärst du die Minijobgrenze. Der Elterngeldstelle gibst du die Daten für deinen Leistungsbescheid. So bekommst du zu beiden Fragen die passende Auskunft.
Quellen
Die Verdienstgrenze und die Regeln für den Leistungsbezug stammen aus diesen amtlichen Informationen.




